Verschärfung des Jugendschutzes - wegen "Killerspiele"

(updated )
by Sven Velt

Ich bin grade auf dem Abschnitt gestoßen:

Herr Pfeiffer ist übrigends Direktor des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen und fühlt sich berufen immer und überall seine Meinung zu diesem Thema kundzutun.


Als Antwort auf die medialen Herausforderungen brachte Pfeiffer eine "Kombination" des Vorschlags des bayerischen Innenministers Günther Beckstein (CSU) zum deutlichen Aufbohren von Paragraph 131 Strafgesetzbuch (StGB) zu illegalen Gewaltdarstellungen mit einem erweiterten Verbot von "Killerspielen" und der Initiative von Familienministerin Ursula von der Leyen ins Spiel. Letztere will mit einem von Nordrhein-Westfalen unterstützten "Sofortprogramm" unter anderem künftig nicht nur "Gewalt verherrlichende", sondern auch "Gewalt beherrschte" Spiele mit Mord- und Gemetzelszenen automatisch für Jugendliche verbieten. Ganz lösen lasse sich das Problem dadurch aber nicht, räumte Pfeiffer ein. Dies sei nur durch eine Aufklärungskampagne und die Ganztagsschule machbar, um den Nachmittag der Jungen "zu retten". Verbote sieht er eher als Mittel, um Firmen von der Herstellung brutaler Spiele abzuschrecken.

Hallo?

Mich würde ja mal echt interessieren, wie man auf so eine Meinung kommt - die Meinung selbst ist ja offensichtlich: Die Eltern sind mit der Erziehung (Stichwort: Medienkompetenz) "überfordert" bzw. wollen sich gar nicht drum kümmern und deswegen muss - in Form der Ganztagsschule - durch "staatliche Kontrolle" (aka "Lehrer") sichergestellt werden, dass die Jungen (nicht Jugendlichen!) ihre Zeit nicht mit "Killerspielen" "vertrödeln".

Schon interessant, was so im Tiergarten "Erde" lebt... kopfschüttel